Ausgedehnte Moore, alte Wälder aus Kiefern, Eichen und Buchen. Strukturreiche Kulturlandschaften mit Hecken, Brachen und Einzelbäumen. Die dünnbesiedelte Müritzregion besitzt eine außerordentlich hohe landschaftliche Vielfalt und eine artenreiche Fauna und Flora.
Ende April sind bereits viele Vogelarten aus ihren Winterquartieren zurückgekommen. So der Fischadler, der sehr auffällig auf Hochspannungsmasten nistet oder die Rohrdommel, die jetzt weithin zu hören ist. Bei den Kranichen sind bereits die Kücken geschlüpft – oftmals sieht man sie auf kurzen Distanzen in den Sümpfen am Ostufer der Müritz. Zurück ist auch der Schreiadler, unser seltenste Greifvogel. Beeindruckend zeigt er seinen Balzflug über den Buchenwäldern des Naturparkes Feldberger Seenplatte!
Unser typisch mecklenburgisches Gutshaus ist als Ausgangspunkt für Exkursionen bestens geeignet. Unmittelbar am Müritz-Nationalpark gelegen, verbindet es Naturnähe mit exklusivem Wohnen in mondäner Atmosphäre.
Die verschiedensten Naturräume werden wir zu Fuß, dem bequemen Kanu, mit dem Schiff oder dem Bus erkunden.
1. Tag:
Anreise und Abendexkursion
Reiseleiter Andreas Weber erwartet Sie im Hotel „Gutshaus Federow“, unmittelbar am Müritz-Nationalpark. Das sehr ruhig, an einem See gelegene Haus, hat sehr großzügige Zimmer. Zu hören sind Drosselrohrsänger, Gartenrotschwanz und die Rohrdommel. Gleich in der Nähe brüten die Fischadler auf Strommasten! Das Brutgeschehen aus einem Adlerhorst wird „live“ ins Besucherzentrum Federow übertragen. Hier erfahren wir auch mehr über Greifvögel der Müritzregion!
Nachdem Sie Ihre Zimmer bezogen haben, unternehmen wir eine erste Erkundungstour um den See. Verschiedene Rohrsängerarten, dass Schwarzkehlchen und der Grünspecht sind zu erwarten! Nach dem Abendessen unternehmen wir eine Abendwanderung in die nahegelegenen Wälder, um Waldschnepfe und Waldohreule zu beobachten!
2. Tag:
Wasservögel und Wacholderheide
Unsere erste Exkursion führt uns zunächst entlang aufgelassener, fast steppenartiger Ackerbrachen, wo wir Grauammer, Rotrückenwürger und Heidelerche beobachten.
Später gelangen wir zum „Alten Müritzhof“, dem Geburtsort des Naturschutzes in Ostdeutschland. Von hier aus geht es zu den, der Müritz vorgelagerten Kalkwiesen, wo neben zahlreichen Vogelarten, auch botanische Seltenheiten, wie das Fettkraut, verschiedene Orchideenarten und die Kuckuckslichtnelke zu entdecken sind. Am späten Nachmittag gelangen wir zum Warnker See, an dem sich ständig See- und Fischadler aufhalten. Bekannt ist der See jedoch wegen den zahlreichen Entenarten, die hier rasten oder brüten. Darunter die Kolbenente.
3. Tag:
Östlich des “Kleinen Meeres”
Auf dieser Tour durchfahren wir das riesige Sumpfgebiet am Ostufer der Müritz und lernen seine reichhaltige Naturausstattung kennen. Die Gesänge von Teich-, Schilf-, Drossel- und Sumpfrohrsänger sind in der Stille der Moorlandschaft ebenso zu hören, wie die Rufe des Kranichs und der Rohrdommel. Der Fischadler brütet etwa mit 18 Paaren im Nationalpark – überwiegend auf Hochspannungsmasten. Der Seeadler ist mit 12 Paaren vertreten. Daneben kommen Rohrweihe, Mäuse- und Wespenbussard, Habicht und Sperber vor.
Zuvor besuchen wir am Vormittag den uralten Gutspark in Speck, wo fast jeder alte Baum mit Spechthöhlen versehen ist! Bis zu fünf Spechtarten kommen hier vor.
4. Tag:
Taucherparadies Stuer
Das Stuersche Seebecken ist nach Umsetzung eines ehrgeizigen Renaturierungsprojektes der Ort für die Beobachtung von Wasservögeln. Die ausgedehnten Schilfzonen und Inseln beherbergen u.a. vier Taucherarten, Löffel-, Tafel-, Schnatter- und Knäkente, sowie eine Kormorankolonie. Insgesamt wurden 93 Brutvogelarten registriert. Im Umfeld dieses einzigartigen Gebietes sind Ortolan, Wachtel und Wiesenpieper anzutreffen.
Am späten Nachmittag werden wir den „Großen Schwerin“, eine weit in die Müritz hineinragende Halbinsel kennen lernen. hier halten sich noch immer nahrungsuchende Limikolen (Alpenstrandläufer, Kampfläufer) auf. Außerdem ist das Gebiet von einem Blütenmeer aus tausenden Orchideen (Steifblättriges und Breitblättriges Knabenkraut) überzogen. Mit Rainer Schwarz führt uns ein langjähriger Betreuer des für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Naturschutzgebietes.
5. Tag:
Kanutour zu den Adlern und Eisvögeln der “Alten Fahrt”
Eine Kanutour auf den naturbelassenen Seen des Nationalparks ist ein unbedingtes Muss. Zunächst fahren wir mit dem Nationalparkbus quer durch den Nationalpark. Später steigen wir in bequemen Mannschaftskanadiern um und fahren durch die „Alte Fahrt“ – eine besonders urwüchsige Wasserlandschaft der Mecklenburgischen Seenplatte.
Neben Eisvögel und Schlagschwirl, brüten hier Bart- und Beutelmeise. Am Nachmittag setzen wir unsere Tour mit dem Schiff über das „Kleine Meer“ – der Müritz fort. In Waren bleibt noch ein wenig Zeit für einen Bummel durch die historische Altstadt!
6. Tag:
Feldberger Seenlandschaft und Buchenurwald Serrahn
Dieser Tag hält einige Überraschungen bereit. Zunächst geht es zu den Schreiadlern im Naturpark „Feldberger Seenlandschaft“. In den Jahren zuvor konnten wir hier regelmäßig Raubwürger und Schwarzstorch beobachten.
Anschließend durchwandern wir den Serrahner Buchen-Urwald. Seit 50 Jahren besitzt das Gebiet den Status eines Naturschutzgebietes und unterliegt seither keiner weiteren Nutzung mehr. Im Jahr 1991 wurde es mit 7000 ha, Teil des Müritz-Nationalparks und ist als Weltnaturerbe beantragt. Die urwaldartigen Strukturen waren Hintergrund zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiet der Fauna und Flora. Bekannt wurde Serrahn durch die von 1970-1980 stattfindende Vogelfangaktion „Aktion Baltik“. Zu den Vogelarten die wir hier erwarten, zählen der Zwergschnäpper, der Mittelspecht und die Hohltaube.
Entlang eines Moorsteges lernen wir das gesamte Spektrum nährstoffarmer Vegetation kennen. Hier wächst neben Fieberklee und Wasserfeder auch der rundblättrige Sonnentau.
7. Tag:
Frühexkursion und Abreise
Am Abreisetag unternehmen wir noch mal eine gemeinsame Frühexkursion. Nach dem gemeinsamen Frühstück erfolgt die Heimreise in eigener Regie.
Leistungen
- Fachliche u. organisat. Begleitung durch einen ortskundigen Vegetationskundler bzw. Ornithologen
- 6 Übernachtungen im DZ in einem Mittelklassehotel (Gutshaus)
- Frühstück und Halbpension
- Fahrt mit dem Nationalparkbus
- Im Programm genannte weitere Busfahrten
- Extraführung in die Wacholderheide am Ostufer der Müritz und in das Naturschutzgebiet „Großer Schwerin“
- Kanumiete
- Fahrradmiete
Zeiten
6. April bis 12. April 2012
Preise
775,-€/Person im Doppelzimmer
865,-€/Person im Einzelzimmer